Amazon macht bei New World jetzt ernsthaft das Licht aus, aber bevor die Server 2027 endgültig abrauchen, wedelt der Rust-Chef plötzlich mit dem Scheckheft.
Ehrlich gesagt, so richtig überrascht ist im 8bitnerds-Headquarter niemand. Nachdem Amazon Game Studios schon im Oktober massiv Leute vor die Tür gesetzt hat, war klar, dass Aeternum nicht ewig weiteratmet. Jetzt haben sie es offiziell gemacht: Ab sofort ist das Spiel aus allen Stores verschwunden. Wer es schon hat, darf noch bis zum 31. Januar 2027 weiterspielen. Das ist immerhin länger als Crucible durchgehalten hat, aber für ein MMO, das mal als WoW-Killer gehandelt wurde, ist es trotzdem ein trauriges Ende.
Was jetzt in New World mit eurem Gold passiert
Falls ihr noch „Glücksmarken“ oder anderes Ingame-Geld hortet: Ihr könnt noch bis zum 20. Juni 2026 Nachschub kaufen. Danach ist der Shop dicht. Rückerstattungen gibt es natürlich nicht – Amazon braucht das Geld sicher für die nächste Staffel von irgendeiner Serie, die nach einer Season wieder abgesetzt wird. Die aktuelle Season „Nighthaven“ wird einfach bis zum bitteren Ende verlängert. Neue Inhalte? Vergesst es. Es gibt nur noch Bugfixes auf Sparflamme, damit der Laden nicht vorzeitig in sich zusammenfällt.

Ein wilder Retter erscheint auf Twitter
Aber jetzt wird es nerdig-kurios. Alistair McFarlane, der COO von Facepunch (den Machern von Rust), hat auf X (ehemals Twitter) einfach mal ein Angebot rausgehauen. „25 Millionen, mein letztes Angebot“, schrieb er in Richtung Amazon. Sein Motto: „Spiele sollten niemals sterben.“ Er will New World anscheinend kaufen, um es der Community zurückzugeben – inklusive der Möglichkeit, eigene Server zu hosten.
Normalerweise werden Multi-Millionen-Deals nicht zwischen Memes und Tech-Rants auf Twitter klargemacht, aber hey, wir schreiben das Jahr 2026. Sogar der Hytale-Gründer hat McFarlane schon Tipps angeboten, wie man gecancelte Spiele von Großkonzernen zurückkauft. Er hat das mit Hytale und Riot Games ja gerade erst vorgemacht.
Ob Amazon die 25 Millionen nimmt oder das Spiel lieber aus Prinzip im Keller verrotten lässt, bleibt abzuwarten. Es wäre zumindest ein cooler Move, wenn New World als Community-Projekt weiterleben dürfte, statt als bloße Fußnote in Amazons eher holpriger Gaming-Historie zu enden.
Mal sehen, ob Jeffs Gaming-Sparte das Geld nimmt oder ob sie einfach stur bleiben. Ich wette auf Letzteres, lasse mich aber gern eines Besseren belehren.
