Die Entwickler von Ubisoft Barcelona treten in den Streik. Das Support-Studio, das unter anderem an Rainbow Six Siege und mehreren Assassin’s Creed-Titeln arbeitete, wird von der spanischen Gewerkschaft La Confederación General del Trabajo (CGT) organisiert. Die Arbeitsniederlegungen finden jeden Dienstag und Donnerstag in den Nachmittagsstunden vom 30. Juni bis 17. Juli statt.
Hintergrund der Aktion sind Massenentlassungen, die Ubisoft Anfang Juni ankündigte. Der französische Publisher plant, bis zu 380 Stellen zu streichen und eine unternehmensweite Umstrukturierung durchzuführen. Ubisoft Barcelona ist besonders betroffen: Das Studio wird verkleinert und künftig ausschließlich auf Rainbow Six fokussiert. Diese Entscheidung fällt im Zuge einer 1,16 Milliarden Euro schweren Investition des chinesischen Unternehmens Tencent, das drei Flaggschiff-Lizenzen von Ubisoft unterstützen soll.
Die Streikenden fordern nicht nur Schutzmaßnahmen für betroffene Mitarbeiter, sondern auch konkrete Verbesserungen für die verbleibenden Beschäftigten. Ihre Forderungen umfassen den Wiederaufbau eines zuvor vereinbarten internen Beförderungsprogramms, Kündigungsschutz gegen kollektive Entlassungen für mindestens fünf Jahre, die Rückkehr zur 60/40-Hybridarbeit sowie eine Überprüfung der geplanten Gehaltserhöhungen und Sozialleistungen. Einige dieser Punkte haben eine längere Geschichte: Bereits 2024 reichte eine Gewerkschaft im Namen der Ubisoft Barcelona-Mitarbeiter eine Klage gegen die Rückkehr ins Büro ein.
Ubisoft Barcelona war bislang als Support-Studio tätig und arbeitete an verschiedenen Projekten mit. Neben Rainbow Six Siege unterstützte das Studio mehrere Assassin’s Creed-Spiele, war an Tom Clancy’s The Division beteiligt und entwickelte auch Rayman Raving Rabbids und Star Trek: Bridge Crew. Im Juli veröffentlicht Ubisoft das kommende Remake Assassin’s Creed Black Flag Resynced – auch hier trägt Ubisoft Barcelona einen Credit.
Die Streiks reihen sich in eine Reihe von Arbeitsniederlegungen bei Ubisoft ein, die in den vergangenen Monaten als Reaktion auf Sparmaßnahmen und Veränderungen in der Unternehmensstruktur stattgefunden haben. Den betroffenen Mitarbeitern wird alles Gute gewünscht.
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