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Vice Thief Simulator 80s Nostalgia im Test – Neonlichter blenden, aber dahinter ist nichts

Eyüp Murat
Letztes Update: 6. Januar 2026 11:27
Eyüp Murat
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10 Minuten Lesezeit

Vice Thief Simulator 80s Nostalgia ist ein Spiel, das erstmal genau die richtigen Knöpfe drückt. Achtziger Jahre Setting, Neonlichter, Crime Fantasy, offene Stadt, Diebstahl und Polizei im Nacken. Entwickelt und veröffentlicht wurde das Spiel von Oddi Tycoon. Erschienen ist es am 2 September 2025 für PC über Steam sowie für die Nintendo Switch. Auf dem Papier klingt das nach lockerem Sandbox Spaß mit Stil und einem klaren Fokus auf Atmosphäre statt Tiefgang.

Inhalt
  • Schleichen auf Autopilot und Diebstahl nach Rezept
  • Neonfarben retten kein leeres Spielgefühl
  • Wenn selbst die Basics wackeln
  • Gute Idee ohne Plan und ohne Richtung
  • Fazit – Viel Neon, wenig Spiel, noch weniger Seele

In der Praxis zeigt sich allerdings sehr schnell, dass Vice Thief Simulator 80s Nostalgia mehr Schein als Sein ist. Die Idee wirkt nett, das Konzept grundsätzlich spaßig, aber die Umsetzung fühlt sich an, als hätte jemand das Spiel möglichst schnell zusammengebaut und dann einfach veröffentlicht. Es fehlt an Feinschliff, an Substanz und vor allem an einem Gefühl dafür, wie sich gutes Gameplay eigentlich anfühlen sollte.

Schleichen auf Autopilot und Diebstahl nach Rezept

Das Gameplay von Vice Thief Simulator 80s Nostalgia ist schnell erklärt und leider auch genauso schnell durchschaut. Du schleichst durch eine Stadt, brichst in Häuser ein, klaust Gegenstände, vermeidest die Polizei und verkaufst deine Beute, um dir Upgrades zu leisten. Das Problem ist nicht der Loop selbst, sondern wie billig und leblos er umgesetzt ist. Jede Aktion fühlt sich mechanisch an, fast so, als würde man ein Tutorial immer wieder von vorne spielen, nur ohne dass es jemals spannender wird. Türen öffnen sich ohne Gewicht, Schlösser sind reine Minispiele ohne echte Herausforderung und das Stehlen selbst besteht meist daraus, Dinge einzusammeln, die einfach nur herumliegen.

Besonders negativ fällt die KI auf. Die Polizei agiert nicht clever, sondern schlicht unfair oder komplett dumm. Entweder sie sieht dich durch Wände und sprintet ohne Logik auf dich zu oder sie bleibt an Ecken hängen und vergisst, dass du existierst. Beides reißt dich ständig aus dem Spielgefühl. Stealth lebt von klaren Regeln und nachvollziehbarem Verhalten. Vice Thief Simulator 80s Nostalgia hat beides nicht. Es wirkt, als wären die Systeme nie richtig getestet oder ausbalanciert worden.

Auch das Fortschrittssystem kann das Gameplay nicht retten. Upgrades fühlen sich belanglos an, da sie kaum spürbare Veränderungen bringen. Ob du besseres Equipment hast oder nicht, macht selten einen echten Unterschied. Dadurch fehlt jegliches Erfolgserlebnis. Du spielst nicht, um besser zu werden oder cleverer zu handeln, sondern einfach nur, weil das Spiel es von dir verlangt. Und genau das ist der Kern des Problems. Vice Thief Simulator 80s Nostalgia spielt sich nicht motivierend, sondern wie eine Pflichtübung.

Neonfarben retten kein leeres Spielgefühl

Atmosphäre ist eigentlich das große Verkaufsargument von Vice Thief Simulator 80s Nostalgia. Neonlichter, Achtziger Jahre Vibes, eine Stadt, die nach Synthwave und Miami Klischee schreit. Auf Screenshots und im Trailer funktioniert das auch erstaunlich gut. Im Spiel selbst verpufft dieser Eindruck jedoch sehr schnell. Die Welt sieht zwar bunt aus, fühlt sich aber komplett leblos an. Straßen wirken wie Kulissen, Gebäude wie Platzhalter und die Stadt insgesamt eher wie ein schlecht gefüllter Baukasten als wie ein glaubwürdiger Ort.

Musik und Soundeffekte tragen ihren Teil zu diesem Problem bei. Die Musik dudelt im Hintergrund, ohne wirklich Akzente zu setzen oder Spannung aufzubauen. Sie ist da, aber sie bleibt nie hängen. Geräusche beim Schleichen, Öffnen von Türen oder Einsammeln von Gegenständen wirken generisch und austauschbar. Nichts davon verstärkt das Gefühl, wirklich ein Dieb in einer gefährlichen Stadt zu sein. Vice Thief Simulator 80s Nostalgia behauptet permanent Atmosphäre, liefert aber kaum emotionale Unterstützung durch Sound und Inszenierung.

Besonders auffällig ist, wie wenig das Achtziger Jahre Thema tatsächlich genutzt wird. Es bleibt fast ausschließlich eine optische Schicht. Es gibt kaum Momente, in denen man denkt, ja genau deshalb spielt man dieses Spiel. Keine besonderen Situationen, keine erinnerungswürdigen Orte, keine kleinen Details, die hängen bleiben. Neon allein macht noch keine Identität. Und genau daran scheitert Vice Thief Simulator 80s Nostalgia massiv.

Wenn selbst die Basics wackeln

Technisch wirkt Vice Thief Simulator 80s Nostalgia wie ein Spiel, das zu früh veröffentlicht wurde. Performance Probleme tauchen immer wieder auf, selbst in überschaubaren Arealen. Framedrops, kurze Hänger und kleinere Bugs gehören zum Alltag. Nichts davon ist für sich genommen ein Totalausfall, aber in der Summe entsteht ein Eindruck von Nachlässigkeit. Das Spiel fühlt sich nicht stabil an und vermittelt ständig das Gefühl, dass im Hintergrund irgendetwas nicht richtig greift.

Auch Animationen tragen zu diesem unfertigen Eindruck bei. Bewegungen wirken steif, Übergänge sind holprig und viele Aktionen laufen ohne sichtbares Feedback ab. Gegner reagieren teilweise verzögert oder gar nicht auf deine Aktionen. Das verstärkt den Eindruck, dass Systeme unabhängig voneinander arbeiten, statt sauber ineinanderzugreifen. Vice Thief Simulator 80s Nostalgia fühlt sich dadurch weniger wie ein echtes Spiel an und mehr wie eine technische Demo, die nie den letzten Schritt gegangen ist.

Besonders problematisch ist, dass diese technischen Schwächen direkt das Gameplay beeinflussen. Wenn Stealth auf sauberes Timing angewiesen ist, dürfen Animationen und KI nicht ruckeln oder aussetzen. Hier passiert genau das. Dadurch entstehen Situationen, in denen du nicht wegen eines eigenen Fehlers scheiterst, sondern weil das Spiel schlicht nicht korrekt reagiert. Das ist frustrierend und nimmt jegliche Fairness aus dem Erlebnis.

Gute Idee ohne Plan und ohne Richtung

Beim Spieldesign von Vice Thief Simulator 80s Nostalgia merkt man sehr schnell, dass hier kein klares Gesamtkonzept dahintersteht. Einzelne Mechaniken sind vorhanden, aber sie greifen nicht sinnvoll ineinander. Stealth, Polizei, Upgrades, offene Welt. Alles existiert nebeneinander, ohne sich gegenseitig zu verstärken. Das Spiel gibt dir keine echten Ziele, keine spannenden Eskalationen und keine Momente, in denen sich Risiko wirklich lohnt. Du spielst von Aufgabe zu Aufgabe, ohne dass sich jemals ein Gefühl von Progression oder Steigerung einstellt.

Was besonders auffällt ist, wie austauschbar jede Spielminute wirkt. Missionen unterscheiden sich kaum voneinander. Häuser fühlen sich gleich an, Abläufe wiederholen sich ständig und neue Herausforderungen entstehen selten aus dem System heraus. Stattdessen wirkt es so, als hätte man ein paar Grundmechaniken gebaut und diese dann einfach immer wieder recycelt. Vice Thief Simulator 80s Nostalgia entwickelt sich nicht weiter, es tritt auf der Stelle.

Das Schlimmste ist aber, dass das Spiel keinerlei Persönlichkeit zeigt. Es gibt keinen Humor, keine cleveren Ideen, keine Momente, die überraschen oder im Gedächtnis bleiben. Gerade bei einem Achtziger Jahre Setting wäre so viel möglich gewesen. Stattdessen fühlt sich alles seelenlos an. Wie ein Spiel, das von jemandem gebaut wurde, der wusste, was aktuell gut klickt, aber nicht, warum diese Dinge eigentlich funktionieren.

Fazit – Viel Neon, wenig Spiel, noch weniger Seele

Unterm Strich ist Vice Thief Simulator 80s Nostalgia genau das Spiel, das man leider schon nach kurzer Zeit erwartet. Ein interessantes Konzept, das nach Spaß klingt, aber in der Umsetzung komplett versagt. Es fühlt sich nicht wie ein bewusst simples Simulator Spiel an, sondern wie ein lieblos zusammengeklicktes Produkt, dem Zeit, Können oder schlicht Interesse am eigenen Spiel gefehlt haben. Die KI ist schwach, das Gameplay monoton, die Technik wackelig und die Atmosphäre bleibt trotz Neonoptik oberflächlich.

Das größte Problem ist nicht einmal, dass Vice Thief Simulator 80s Nostalgia schlecht ist. Es ist, dass es egal ist. Nichts hier bleibt hängen. Kein Moment fühlt sich besonders an, kein System motiviert länger als ein paar Minuten und kein Fortschritt fühlt sich verdient an. Das Spiel wirkt wie klassischer AI Slop. Schnell gebaut, schnell veröffentlicht und genauso schnell vergessen.

Wer auf der Suche nach einem echten Stealth Erlebnis ist oder sich eine lebendige Crime Sandbox im Achtziger Jahre Stil erhofft, wird hier enttäuscht. Vice Thief Simulator 80s Nostalgia ist kein Geheimtipp, kein schräger Indie Spaß und auch kein solides Nischenprodukt. Es ist ein Spiel, das so wirkt, als hätte jemand eine Idee gehabt, aber keinen Plan, wie man daraus ein gutes Spiel macht.

Unsere Wertung
3
Grafik 4
Sound 3
Gameplay 2
Umfang 3
Fazit
Vice Thief Simulator 80s Nostalgia sieht auf den ersten Blick nach einem spaßigen Achtziger Jahre Crime Spiel aus, entpuppt sich aber schnell als leere Hülle. Das Spiel wirkt unfertig, seelenlos und spielerisch schwach, mit KI und Systemen, die eher frustrieren als unterhalten. Die Idee ist nett, die Umsetzung leider schlecht.
TAGGED:#keymailerPCReleaseReviewSTeamTestVice Thief Simulator 80s Nostalgia
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vonEyüp Murat
Ich bin der Eyüp und ich stehe total auf Gaming. Vor allem bin ich ein großer Retro und Nintendo Fan. Zu dem bin ein Weeb und stehe halt auf Anime und Manga.
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